Karl-Reuter-Medaille

Die Universitätsstadt Gießen zeichnet hervorragende Leistungen im Sport seit Beginn des Jahres 2002 mit einer Medaille aus, die den Namen einer der bekanntesten und erfolgreichsten Gießener Sportlerpersönlichkeiten trägt.

Karl Reuter, 1902-1993, war über vierzig Jahre seines Lebens im Turnsport aktiv. Er gehörte dem damaligen TV 1846 Gießen an, in dessen Turnabteilung er bereits 1913 eintrat. Den Höhepunkt seiner sportlichen Laufbahn bildete sein viel bejubelter Sieg im Zwölfkampf beim Deutschen Turnfest 1928 in Köln. Ein Vierteljahrhundert später gelang ihm als 51-jähriger in seiner Altersklasse noch einmal ein Sieg im Sechskampf beim Deutschen Turnfest in Hamburg.

Bemerkenswerte Leistungen vollbrachte Karl Reuter jedoch nicht nur als Sportler, sondern auch als Trainer und Sportfunktionär. Sein besonderes Engagement galt dem TV 1846 Gießen und dem Turngau Mittelhessen, dessen Mitbegründer und späterer Oberturnwart er war.
Aufgrund seiner Erfolge und seines Wirkens wurden ihm viele Ehrungen zuteil, und der Karl-Reuter-Weg in Gießen erinnert an ihn. So, wie er für seine Leistungen geehrt wurde, so wurde er für sein Wesen und seinen Charakter geachtet und geschätzt: Es waren seine Ausgeglichenheit, sein Pflichtbewusstsein, seine Zuvorkommenheit und seine Bereitschaft, seine Erfahrungen an andere weiterzugeben, die zu seinem Ruf als herausragende Sportlerpersönlichkeit beitrugen.